Die interessanten Verbindungen zwischen der Roma-Kultur und dem Übersetzen

Wir von Translation Romani  haben uns dazu entschlossen, den Begriff Romani in allen Sprachversionen der Website beizubehalten. Er bezieht sich sowohl auf die Sprache als auch auf all die verschiedenen ethnischen Gruppen der Welt, d.h. Roma, Sinti, Manuš, Calé, Romanichal, Kalé und viele andere. Bitte lesen Sie die wichtigen Hinweise unserer Übersetzer zu Erklärungen und anderen Übersetzungen, die lokal, regional oder national verwendet werden.

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Die Terminologiewissenschaft

Die Terminologiewissenschaft ist eng mit der angewandten Sprachwissenschaft und der Fachübersetzung verbunden. Außerdem steht sie immer stärker in Verbindung mit der Computerlinguistik, der mehrsprachigen Dokumentations-, Informations-, Wissens- und Kommunikationswissenschaft sowie Datenverarbeitung und Übersetzungstechnologien. Zwar existieren Wortlisten, Glossare und Zusammenstellungen von Fachwortschatz seit Jahrhunderten, doch die kontinuierliche wissenschaftliche und systematische Entwicklung theoretischer Prinzipien, Konzepte, Praktiken und Methoden als Grundlage der Terminologie-Recherche und deren Anwendung kam erst Anfang des 20. Jahrhunderts auf. Das Erstellen, Sammeln, Erklären, Präsentieren und Verwalten von Terminologie hat seit jeher großen Einfluss auf die Bildung von Wissensgebieten und die dazugehörige Diskussion. Wissenschaftlich fundiertes Wissen hat eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Terminologiewissenschaft gespielt. Vor dem 20. Jahrhundert zwang die Internationalisierung der Wissenschaft die Forscher dazu, bei Diskussionen über Begriffe und (Fach-)Ausdrücke in ihrem jeweiligen Bereich eine führende Rolle zu übernehmen. Neuere Forschungen haben jedoch gezeigt, dass man angenommen hat, der wissenschaftliche Diskurs sei „universell“. Daher haben viele die Komplexität und die Feinheiten unterschiedlicher sprachlicher und kultureller Traditionen übersehen. Letztlich haben diese Traditionen starke Auswirkungen auf die Rhetorik, Protokolle und die Präsentation von Begriffen und Information. Die schnelle Entwicklung der Technologien Ende des 20. Jahrhunderts hat, zusammen mit dem Internet und der weltweiten Verwendung der englischen Sprache zur Kommunikation von Fachwissen, insbesondere in den Bereichen Medizin, Wissenschaft und Technologie, den Bedarf an gründlicher Terminologie-Recherche und -Arbeit deutlich gemacht. Obwohl Sprachen, Kulturen und Technologien uneingeschränkter Standardisierung widerstehen, hängen sie zwangsläufig von einer Übereinkunft bei bestimmten Protokollen für sprachliche und technische Standards ab, damit globale und wirkungsvolle Kommunikation in unserer heutigen Zeit ermöglicht wird. Die Internationale Organisation für Normung (ISO) ist eine wichtige Organisation, deren Aufgabe es ist, Industrie- und Handelsstandards zu setzen.        

Eugen Wüster (Wiener Schule) gilt als einer der Begründer der modernen Terminologiewissenschaft. Heute vereinen Studiengänge auf der ganzen Welt Theorie und Praxis aus präskriptiver und deskriptiver Sicht mit den jeweiligen Methoden. Ausdrücke und Begriffe, die unser Wissen und Verstehen der Welt grundlegend organisieren, sind die wichtigsten Grundpfeiler der Terminologiewissenschaft. Eigentlich ist ein Ausdruck die Versprachlichung einer Vorstellung, die, wenn sie mit anderen Vorstellungen in Bezug gebracht wird, zusammen eine Wissensstruktur schaffen, die charakteristisch für ein Fachgebiet ist. Das Ausarbeiten von Begriffen und Ausdrücken wird später bei Standardisierungsinitiativen und der Informationsbeschaffung nützlich. Sozioterminologie, soziokognitive Terminologie und kommunikative Terminologietheorien und -methoden beobachten und beschreiben, wie Fachtermini und Sprache im täglichen Leben tatsächlich verwendet werden. Bei diesen Ansätzen werden Ausdrücke als kontextabhängig mit dynamisch fließenden Grenzen betrachtet. Ihre Repräsentation ist nicht-präskriptiv auf die tatsächliche Verwendung beschränkt. Terminographie ist die methodische Sammlung, Beschreibung und das Verarbeiten von Fachausdrücken. Terminotik hingegen bezeichnet Terminographie unterstützt durch Computer-Tools und -Technologien, wie solche für Termextraktion und parallele Korporaextraktion. Zwei- und mehrsprachige terminologische Hilfsmittel und Datenbanken sind typisch für die besonderen Umstände des Übersetzens, denn Ausdrücke, Begriffe und Wissensstrukturen sind unter den verschiedenen Sprachen nicht identisch. Berufsterminologen nutzen bei ihrer Arbeit eine Vielzahl von Methoden und Praktiken, während Berufsübersetzer normalerweise weniger komplexe Programme zur Erstellung von Terminologie-Datenbanken benutzen. Meist beschränken sie sich auf die Erstellung von zwei- oder mehrsprachigen Hilfsmitteln, die nur grundlegende Informationen wie grammatische Kategorie, Quellen etc. beinhalten.   

Literaturhinweise:

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Gambier, Yves and Luc Van Doorslaer (eds), Handbook of Translation Studies. Vol. 1, Amsterdam / Philadelphia: John Benjamins Publishing Company, 2010. Also online. Translation Studies Bibliography Online (2004).

L`Homme, Marie-Claude (2008), Initiation à la traductique. 2e édition revue et augmentée, Montreal: linguatech éditeur inc.

L`Homme, Marie-Claude (2004), La terminologie : principes et techniques, Montreal: Les Presses de l`Université de Montréal.

L`Homme, Marie-Claude and Sylvie Vandaele (eds), Lexicographie et Terminologie : Compatibilité des modèles et des méthodes, Ottawa: Les Presses de l`Université d`Ottawa, 2007.

Montgomery, Scott L. (2000), Science in Translation. Movements of Knowledge through Cultures and Time, Chicago/London: The University of Chicago Press.

Wright, Sue Ellen, and Gerhard Budin (1997), Handbook of Terminology Management, Amsterdam / Philadelphia: John Benjamins Publishing Company.


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